Digitalisierung: Herausforderungen und Fortschritte für KMU
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit behalten Unternehmen bei der Digitalisierung den Anschluss – zu diesem Ergebnis kommt die DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026. Gesamtwirtschaftlich betrachtet bewerten Unternehmen den Stand ihrer Digitalisierung auf einer Skala von 1 bis 6 mit einer 2,8. Während die IKT-Branche sich gut aufgestellt sieht (2, 1), benoten sich Unternehmen aus den Sektoren Industrie, Bau oder Handel etwas weniger gut (3,0). Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Betriebe in erster Linie digitalisieren, um (Arbeits-)Prozesse effizienter zu gestalten und um die Qualität ihrer Produkte zu verbessern.
KI als Produktivitätsfaktor in den Unternehmen angekommen
Bereits zwei Drittel haben KI-Anwendungen im Einsatz oder planen deren Einsatz. Als Haupt-Anwendungsfälle werden Bild-, Text- oder Codeerstellung genannt, gefolgt von KI-basierter Kundenansprache und Kundensupport. Auch in der Qualitätssicherung und Prozessüberwachung wird Künstliche Intelligenz bereits vielfach eingesetzt. Das ein Drittel der befragten Unternehmen noch keine KI verwendet, liegt nach Auskunft der DIHK auch daran, dass digitale Transformationsprojekte zeit- und personalaufwendig sind. Für über die Hälfte der befragten Unternehmen zählen Zeit und Komplexität zu den größten Herausforderungen der Digitalisierung. Um interne Prozesse zu reorganisieren und die Belegschaft auf den neuen Kurs einzustellen, sind ein gewisser digitaler Reifegrad und digitale Kompetenzen Voraussetzung.
Hohe Bedrohungslage – Unternehmen im Cyberstress und digital wenig souverän
Weitere Kernaussage der Studie ist, dass die Cybersicherheit ein zentrales Risiko bleibt. Die Bedrohungslage ist weiter groß, auch wenn große Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr etwas besser aufgestellt sind. Die Umfrage hat gezeigt, dass viele Basismaßnahmen schon eingeführt sind. Die Krisenvorsorge bleibt allerdings ausbaufähig, um im Ernstfall schnell und strukturiert reagieren zu können.
Digitale Souveränität und die Frage, wie groß die wirtschaftliche Selbstbestimmung im digitalen Raum ist, ist weiteres Thema. In der DIHK-Digitalisierungsumfrage gaben je 46 Prozent der Unternehmen an, bei Hardware und Betriebssystemen vollständig von Nicht-EU-Anbietern abhängig zu sein. Die Prioritäten der Wirtschaft für mehr digitale Souveränität liegen in den Feldern offene Standards, Open Source und Kompetenzausbau.
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Starke Partner für KMU
Die IHK und die Mittelstand-Digital Zentren arbeiten als starke Partner zusammen, um kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Beide Netzwerke bieten Unternehmen kostenfreie Workshops und Weiterbildungen an.
Speziell für die Mitgliedsunternehmen der IHK Cottbus hält das Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland eine Tour durch die Regionalcenter der Kammer bereit. Der Auftakt der Reihe findet am 7. Juli 2026 in der Region Elbe-Elster statt. Angeboten wird eine kostenfreie Wissensvermittlung zu den Themenfeldern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) anhand erprobter Beispiele. Dabei sind die Hauptthemen: Datenschutz und Datensouveränität, Datennutzung und Analyse in der Produktion sowie Automatisierung von Geschäftsprozessen mit KI-Tools, KI-Readiness-Check und Mobile Digitale Fabrik.
Details und Anmeldung zur Regionalcentertour finden Sie hier.
Auch die IHKs informieren laufend in Online-Veranstaltungen über den Einsatz von KI. Diese und weitere Digital-Webinare finden Sie hier.
Die vollständige DIHK-Digitalisierungsumfrage finden Sie hier.