Mittelstand-Digital Kongress 2025: Impulse für KI-Einsatz und Cybersicherheit im Mittelstand
Was müssen kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie und Handwerk jetzt zu den Themen Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit wissen? Damit befasste sich der Mittelstand-Digital Kongress am 13. November in Berlin und an vier Satellitenstandorten in Lingen, Bremen, Kaiserslautern und Darmstadt. In Vorträgen, KI-Sprechstunden, Knowledge-Tracks und an Live-Stationen konnten die Gäste sich zu aktuellen Entwicklungen informieren und Erfahrungen aus der Praxis austauschen. Denn: Für mittelständische Unternehmen und das Handwerk wird es immer wichtiger, zunächst KI und Cybersicherheit zu verstehen und dann im Unternehmensalltag ein- und umzusetzen.
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Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung von KI und Cybersicherheit für die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz im deutschen Mittelstand: „KI verwandelt Daten in Entscheidungen, Routine in Innovation und Herausforderungen in Chancen. Gleichzeitig bauen klare Sicherheitsstrategien und praxisnahe Schulungen zu Cybersicherheit eine starke, unsichtbare Schutzmauer gegen digitale Angriffe. So werden Geschäftsprozesse und Know-how vor digitalen Bedrohungen geschützt.“
Barbara Engels, Senior Economist für nachhaltige Digitalisierung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), stellte die Kurzstudie „KI-Verordnung, NIS2-Richtlinie und Cyber Resilience Act: Auswirkungen auf KMU“ vor. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gemeinsam von der Ramboll Consulting GmbH mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. erstellt und geht auf zentrale regulatorische Entwicklungen und deren Chancen für kleine und mittlere Unternehmen ein. Insbesondere KMU würden Cybersicherheit oft nur als Kostenfaktor sehen und der strategische Wert dagegen gerate in den Hintergrund, fasste Engels zusammen und verwies auf die Unterstützungsangebote der 22 Mittelstand-Digital Zentren in diesem Bereich.
Auf die zahlreichen möglichen Anwendungsszenarien von KI im Unternehmensalltag von KMU ging Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker, wissenschaftlicher Direktor und Gründer vom cyberintelligence institute in seiner Keynote „Die Erfolgsfaktoren für eine sichere und souveräne künstliche Intelligenz im Mittelstand" ein. Die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine müsse noch besser strukturiert und harmonisiert werden. Noch sei der Mittelstand in Sachen Unternehmenstransformation durch KI überwiegend taktisch unterwegs. Mit Blick auf die Potenziale von KI müsse die Integration der Technologie in die Prozesse stärker fortschreiten.
In vielen Gesprächen am Rande der Veranstaltung konnten sich Unternehmen mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Verwaltung zu aktuellen gesetzlichen Entwicklungen austauschen und konkrete Handlungsoptionen für den Unternehmensalltag erfahren.
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Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe und die KI-Trainer seiner Zentrumspartner aus Aachen, Chemnitz und Denkendorf stehen zur Messe Heimtextil vom 13. - 15. Januar in Frankfurt bereit, Input zur sinnvollen Integration der Technik etwa in der Qualitätskontrolle, Prozessoptimierung oder der vorausschauenden Wartung zu geben. In der KI-Sprechstunde klären die KI-Trainer über Künstliche Intelligenz und deren Potenziale auf und informieren, wie Beschäftigte beim Thema KI mitgenommen werden können und wieso IT-Sicherheit wichtig ist beim Einsatz von KI. Fragen zur nötigen KI-Readiness des Unternehmens können ebenso geklärt werden wie erste Schritte zur Lokalisierung eines konkreten betrieblichen Anwendungsfalls.
Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, eine KI-Sprechstunde über dieses Online-Formular zu buchen (first come, first serve) und ihre eigenen konkreten Fragestellungen im Gespräch mit einem KI-Trainer 60 Minuten in ersten Ansätzen zu besprechen. Bei Fragen sprechen Sie uns gern an kontakt@mdz-sk.de.