Schritt für Schritt zum digitalen Fertigungsprozess
Die Anforderungen aus der Wertschöpfungskette an kleine und mittlere Unternehmen, die eigenen Geschäftsprozesse zu digitalisieren, steigen immer mehr an. Gleichzeitig fehlen oft Kenntnisse zum eigenen Digitalisierungsbedarf sowie eine durchdachte Herangehensweise, welche Schritte wann in Angriff genommen werden sollten.
Das Unternehmen Bafatex, ein Spezialist für diagonale Fadengelege aus Nordrhein-Westfalen, liefert in viele Anwendungsbereiche, u. a. in Automotive, Verpackungen und Bodenbeläge. Seine Garne aus Natur- oder Chemiefasern hergestellten Gelegen dienen als Schalldämmung in Pkws, als Trägermaterial für Herstellung von Leichtbauprodukten oder als Verstärkung von Verpackungen oder Bodenbelägen.
Das Unternehmen möchte zur Sicherung seiner Wettbewerbsfähigkeit wesentliche Prozesse im Unternehmen digitalisieren und hat sich dafür Unterstützung durch das Institut für Textiltechnik RWTH Aachen University, ein Partner des Mittelstand-Digital Zentrums Smarte Kreisläufe, an die Seite geholt. Gemeinsam soll eine Digitalisierungs-Roadmap für das mittelständische Unternehmen aufgestellt werden.
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In einem ersten Workshop Anfang Juni wurde der Ist-Zustand im Unternehmen aufgenommen. Dafür wurden nicht nur verschiedene Prozessschritte der Produktion näher betrachtet, sondern auch Abläufe in vor- und nachgelagerten Abteilungen unter die Lupe genommen. Teil der Betrachtung war auch, an welchen Punkten das Unternehmen selbst Potenzial zur Digitalisierung einzelner Prozessschritte sieht.
Aus dieser Bestandsaufnahme wird das ITA in einem nächsten Schritt verschiedene Handlungsfelder für das Unternehmen ableiten. Gemeinsam mit dem Unternehmen werden im Anschluss in einem nächsten Workshop Schwerpunkte gesetzt und konkrete Ziele für die Digitalisierung aufgesetzt, die im Einklang mit den Unternehmenszielen stehen. Diese werden im weiteren Verlauf näher betrachtet und in einer Strategie festgeschrieben. Soll etwa neue Technologie für das Unternehmen angeschafft werden, welche Prozesse können kurzfristig ohne großen Aufwand optimiert werden oder welche Weiterbildung benötigt die Belegschaft, um den Wandel im Unternehmen unterstützen zu können. Sobald die Strategie steht, wird das Projektteam einen detaillierten Implementierungsplan mit Meilensteinen aufstellen. Das Unternehmen erhält damit nicht nur eine Darstellung über die Abfolge der durchzuführenden Schritte. Gleichzeitig liegt ihm mit der Digitalisierungsroadmap eine Übersicht zu Verantwortlichkeiten und einzuplanenden Ressourcen (personell, finanziell und technologisch) vor.
Digitalisierungsroadmap als Orientierungshilfe
Mit unserer Broschüre „Leitfaden Digitalisierungsroadmap“ bieten wir eine praxisnahe Orientierungshilfe für mittelständische Unternehmen, die ihre Digitalisierungsstrategie voranbringen möchten. Bei Fragen sprechen Sie uns gern an: kontakt@mdz-sk.de.