Von Produktionsmustern zu Datenanalysen
Am besten wäre es ja, während der Produktion keine Abfälle zu verursachen. Leider ist das kaum möglich. Einiges davon kann jedoch als Basis für Rezyklatprodukte verwendet werden und findet so eine sinnvolle Bestimmung. Allerdings erreicht die Qualität der daraus entstehenden Produkte meist noch nicht den gewünschten Grad.
An diesem Punkt setzt der Vliesstoffhersteller Norafin Industries (Germany) GmbH an. Das Unternehmen möchte mithilfe datengetriebener Verfahren Wege finden, Produktionsabfälle zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität rezyklierter Produkte zu sichern. Gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe wurde ein Projekt gestartet, in dem das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI) als Zentrumspartner unterstützen darf.
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Das STFI möchte nicht nur Produktionsdaten nutzen, um Vorschläge zu unterbreiten, wie die Herstellungsprozesse des KMU optimiert werden können. Daneben soll auch ermittelt werden, wie KI-Systeme durch die vorhandene umfangreiche Datenbasis und Vernetzung genutzt werden können.
Ausgangsbasis für das STFI war bislang ein Einblick in die laufende Produktion sowie einige exemplarische Muster mit den dazugehörigen Produktionsdaten. Das Projektteam hat anhand dessen den konkreten Bezug zwischen den Daten und den hergestellten Produkten analysiert. Daraus entstanden erste Vermutungen, welchen Einfluss beigemischte Rezyklate auf die Produktqualität haben könnten. Im nächsten Schritt werden die gewonnenen Erkenntnisse weiter vertieft, um eine Basis für datenbasierte KI-Modelle zu schaffen. Die Erkenntnisse werden wir zum Projektabschluss veröffentlichen.
Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe ist der richtige Ansprechpartner für alle Fragen rund um Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Change Management. Bitte schreiben Sie uns: kontakt@mdz-sk.de.
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